LoRaWAN Usergruppe aufbauen


#1

Okay, mit WLAN kennen wir uns jetzt alle aus. Was nun?

Ziemlich ähnlich zu unserem Freifunk verhält es sich mit LoRaWAN. Hier wird ein auf 868 MHz-Basis ein echt lahmes Funksignal übertragen, das eine kostengünstige Anbindung des Internet-of-Things erreichen soll. Ich schreibe soll, weil aktuell die Teile dafür einfach nur unverständlich teuer sind (20 EUR für das Funkmodul). Vorn der Architektur ist das eher so sternmäßig.

Trotz allem habe ich mir nun ein paar Bausteine bestellt, bestehend aus Arduinos, LoRa-Shield und LoRa-Hat für den Pi. Aus diesen Teilen sollte man einen kostengünstigen Knoten basteln können. Das zugehörige Gateway kann mit dem LoRa-Hat und dem Pi sicherlich gebastelt werden, wenn es auch dann nicht die Anforderungen erfüllt, die The Things Network an deren Gateways stellt.

Über Node, Gateway und TheThingsNetwork ist dann eine Kommunikation möglich. Die Reichweite soll auch innerstädtisch bei mehreren Kilometern, bei Sichtkontakt bis 14 km liegen.

Letztendlich bin ich in dem Thema auch noch nicht so stark eingestiegen als dass ich es wirklich verinnerlicht hätte, aber es hat einfach zu viel Spielmöglichkeiten, um es zu ignorieren. Vermutlich ist es den Freifunkten im Münsterland ähnlich ergangen.

Wenn meine Brocken in 6 Wochen angekommen sind (kommen aus China per Schiff oder so…), bringe ich die gerne mal mit und vielleicht können wir da ja noch einen parallelen Spielplatz eröffnen.

Jemand Interesse?


#2

Mit LoRaWAN würde ich mich auch einmal gerne beschäftigen. Gerade an Orten, an denen normalerweise kein Internet verfügbar ist, sehe ich hier ein enormes Potenzial. Auch ein - ganz im Sinne von Freifunk - krisensicheres Netz ließe sich hiermit sicher ziemlich gut realisieren.

Gerade ist übrigens folgender Podcast vom Freifunk-Radio an mir vorbeigescrollt, den ich selbst allerdings noch nicht gehört habe: https://radio.freifunk.net/2016/09/15/ffradio043-lorawan/


#3

Ich hatte das tatsächlich so verstanden, dass die möglichen Datenraten sehr gering sind, weshalb ich damit keine Internetanbindung realisiert sehe.


#4

Ja, hexa, die Datenrate ist wirklich lächerlich. Allenfalls kann man damit bisschen Text schicken. Anwendungszweck ist viel mehr: Umweltsensoren (Temperatur, Feuchtigkeit,… ) irgendwo parken und die Messwerte so alle 5 Minuten oder so zu versenden. Oder Warnmeldungen absetzen (Erdbebenlogger, Hochwassermeldung). Eine bidirektionale Dauerkommunikation ist nicht drin.

fluxx, gerne schauen wir uns das alles mal zusammen an. Danke für den Link zum FF-Radio. Werde ich mir mal anhören. Scheint ja so, als wäre ich wieder voll auf den schon fahrenden Zug aufgesprungen :wink:


#5

Nene, so war das nicht gemeint. Meinte eher, dass LoRaWAN an Orten, an denen das Internet als Übertragungsmedium nicht zur Vefügung steht, ein möglicher Kommunikationskanal (für Notfallbroadcast oder andere Statusinformationen) wäre. :wink:


#6

Gestern kam bei mir an:
LORA-Arduino-Shield
LORA-Rasp-Pi-HAT

Damit wäre das Mindestzubehör vorhanden, um ein 1-Kanal-Gateway auf dem PI aufzusetzen und ein Node auf nem Arduino zu basteln. Das Gateway wäre mit dem einen Kanal halt eher so naja, sollte es doch besser um die 8 oder 10 (weiß-ich-selbst-nicht-genau) Kanäle haben. Aber zum Testen ist das sicherlich in Ordnung.

Vermutlich kann ich am kommenden Montag, 10.10. ins W17 kommen. Wollen wir uns da mal der Sache annehmen? Pi, Arduino und die beiden LORA-Dinger würde ich dann natürlich mitbringen.


#7

Spielen würde ich damit wohl auch mal, was ist denn der günstigste Einstieg für ein Endgerät? Vom Gatewaybetrieb habe ich ja schon mit Freifunk alle Hände voll zu tun, man muss irgendwann auch mal Nutzer sein! :wink:


#8

Der günstigste Einstieg dürfte sein: Arduino Uno (3 EUR) und das LORA-Shield ( 18 EUR). Keine Ahnung, warum diese Module so verdammt teuer sind. Blöd ist dann aber nur, dass Du kein Gateway in der Nähe hast, um einfach User sein zu können, also brauchst Du noch ein Gateway :wink:

Ein “richtiges” Gateway kostet aber dann gleich satte 250 EUR. Für reine Testzwecke habe ich mal eins mit dem Pi realisiert (30 EUR zzgl. Pi). Das kann aber wohl nur jede zehnte Nachricht empfangen, aber darum geht’s uns ja nicht. Packet loss ist nie so wild, wie darüber gejammert wird.

Das Arduino-Ding habe ich aber nicht zum laufen gebracht. Da brauche ich noch mal einen Mitgucker. Vielleicht hat das Shield auch irgendwie was bei der großen Reise aus dem Reich der Mitte was abbekommen.


#9

Mein Raspi-Gateway läuft, einen Arduino mit Shield habe ich auch lauffähig. Bringe beide Komponenten am Montag mal mit zum Freifunktreffen.


#10

Ist das Vorhaben seit zwei Jahren aufgegeben?


#11

Von unserer Seite aus hat es keinen Netzaufbau gegeben. Wir hatten mal eruiert was uns denn ein 8-Kanal Gateway kosten würde. Garantiert über 250 €, könnten wir stemmen, aber dann bräuchte man ein paar Menschen die sich damit näher befassen.


#12

klingt interessant. Ich habe mir 2 ESP32-Module mit LoRa aus China schicken lassen
(ebay: “ESP32 LoRa” suchen).
Hier gibt es auch schon Beispielcode:

https://github.com/PiAir/esp32-sx1276

weiterer Artikel:
https://primalcortex.wordpress.com/2017/11/24/the-esp32-oled-lora-ttgo-lora32-board-and-connecting-it-to-ttn/
Github dazu: https://github.com/fcgdam/TTGO_LoRa32

… und hier noch was auf deutsch:
https://forum.iot-usergroup.de/t/ein-neuer-lorawan-node-auf-basis-des-heltec-wifi-lora-32/246


https://wiki.opennet-initiative.de/wiki/LoRaSensor

Ich habe schon mal erste Tests (allerdings nur mit direkter Verbindung von 2 der o.g. LoRa Platinen gemacht). Selbst mit der billigen (und schlecht abgestimmten) Antenne kommt man auf ca. 1km Reichweite.

Wie immer die Frage nach dem Warum: Was wäre ein “niedrighängender” Anwendungsfall ? (außer der obligatorischen Wetterstation, die man meistens auch direkt (über WLAN) an das Internet anbinden könnte.


#13

Das ist der Punkt an dem die Motivation bei mir im Moment Brach liegt. Ich weiss es nicht.