Freifunk-Störerhaftung: "Raubkopier-Oma" ohne PC muss für Filesharing blechen

Mir ist gerade diese Meldung aufgefallen, hat da jemand nähere Informationen?

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aus dem Artikel der c’t geht hervor, dass es sich nicht um einen “echten” Freifunk Anschluss handelte, sondern nur um einen “normalen” offenen WLAN-Access-Point. Freifunk verbindet über VPN mit dem öffentlichen Internet. Solange dort keine Logs gespeichert werden, läuft der “Rechteinhaber” (eigentlich “Wegelagerer” heissen) ins leere.

Ich würde nicht sagen, das ein freies WLAN kein “echter” Freifunk wäre.

Aber ja, die üblichere Herangehensweise ist aktuell alles über zentrale Gateways auszuleiten. Einfach weil man damit rechtlich weniger Stress hat. Daher ist das Urteil für den Freifunk Darmstadt in der Praxis auch nicht wirklich relevant (eben weil zentrale Gateways verwendet werden).

Ich würde aber eigentlich auch erwarten, das es in einer möglichen Revision ein anderes Urteil geben könnte.

Gegen Entscheidungen eines Amtsgerichts in Zivilsachen gibt es keine Revision sondern nur die Berufung zum Landgericht. Damit ist der Instanzenweg erschöpft. Das bedeutet auch, dass es in solchen Fragen oft eine Zersplitterung der Rechtsprechung gibt, je nach Landgerichtsbezirk kann es so oder anders ausgehen. Das ist alles sehr misslich und zeigt, wie wichtig die Anonymisierung des Datenverkehrs auf den Freifunk-Knoten durch ein zentrales Gateway ohne Speicherung der Verbindungsdaten ist.

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